Zubringerbus für die Müggelheimer Bergseite: Ein Schritt weiter
Was braucht es tatsächlich, damit ein kleiner Zubringerbus auf der Müggelheimer Bergseite fahren kann? Genau dazu habe ich beim Senat mit einer Schriftlichen Anfrage konkret nachgehakt. Die Antworten bringen einige wichtige neue Erkenntnisse.
Die BVG hat die Straßen bereits am 26. Mai vor Ort geprüft und vermessen. Dabei wurde ausdrücklich ein City-Kleinbus zugrunde gelegt. Geprüft wurden auch eine Ringführung, Halteverbote an Engstellen und Begegnungsstellen.
Für die Erschließung der Bergseite hält die BVG vier neue Haltestellen für erforderlich. Der Senat bestätigt außerdem, dass grundsätzlich auch provisorische Lösungen möglich sind, wenn ein sicherer und barrierefreier Fahrgastwechsel gewährleistet ist. An den vorgesehenen Haltestellen müsste nach Angaben der BVG insbesondere die Grasnarbe befestigt werden.
Auch betrieblich ist die Antwort interessant: Die BVG hat selbst eine Variante mit einem Fahrzeug im 20-Minuten-Takt von 6 bis 18 Uhr untersucht. Mein Vorschlag eines kleinen Zubringerbusses im 30-Minuten-Takt und zunächst kürzeren Betriebszeiten wäre deutlich schlanker.
Trotzdem bleiben entscheidende Fragen offen: Wo genau sollen die vier neuen Haltestellen entstehen? Welche punktuellen Maßnahmen wären tatsächlich notwendig? Was würde das kosten? Und gibt es auf einer geeigneten Ringroute überhaupt einen Abschnitt, den ein City-Kleinbus nicht regelgerecht durchfahren kann?
Dazu werde ich noch einmal nachhaken.
Mein Ziel bleibt ein kleiner Zubringerbus, der die Müggelheimer Bergseite zuverlässig mit dem bestehenden Busverkehr verbindet – pragmatisch und ohne unnötigen Straßenumbau.
Die vollständige Schriftliche Anfrage 19/26990 mit der Antwort des Senats:
https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/SchrAnfr/S19-26990.pdf
Zum Hintergrund – BVV-Beschluss IX/0620 zur Busanbindung der Bergseite:
https://www.berlin.de/ba-treptow-koepenick/_assets/bvv/pdf/mdv-ix-29a.pdf