Nachfragen zeigen Wirkung: Baustelle am Müggelheimer Damm / Ludwigshöheweg soll bis 29. Mai verschwinden

Viele Bürgerinnen und Bürger in Müggelheim haben sich in den vergangenen Wochen über die Baustelle am Müggelheimer Damm nahe Ludwigshöheweg geärgert. Absperrungen standen über längere Zeit, ohne dass vor Ort immer ein klarer Baufortschritt erkennbar war. Hinzu kamen Hinweise aus der Nachbarschaft, dass die Baustelleneinrichtung im Einmündungsbereich die Sichtbeziehungen stark beeinträchtigt und damit auch Fragen der Verkehrssicherheit berührt.


 

Deshalb hatte ich das Thema bereits im April mit einer Schriftlichen Anfrage aufgegriffen. In der ersten Antwort teilte der Senat unter Bezug auf das Bezirksamt Treptow-Köpenick mit, dass es sich um Arbeiten der Berliner Wasserbetriebe am Trinkwassernetz infolge einer Havarie handelt. Ursprünglich waren die Arbeiten für den Zeitraum vom 6. Februar bis 27. März 2026 beantragt. Wegen witterungsbedingter Einschränkungen sei eine Verlängerung erforderlich geworden; damals wurde ein Abschluss bis Ende April 2026 in Aussicht gestellt.

Zur ersten Schriftlichen Anfrage 19/25801:
https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/SchrAnfr/S19-25801.pdf

Als die Baustelle auch nach Ende April weiterhin bestand, habe ich erneut nachgefragt. Denn für die Menschen vor Ort macht es einen Unterschied, ob eine Baustelle nur einige Tage länger dauert oder ob Absperrungen über Wochen bestehen bleiben, ohne dass nachvollziehbar ist, wann die Einschränkungen tatsächlich enden.

Die aktuelle Antwort auf meine Nachfrage bringt nun deutlich mehr Klarheit. Nach Rücksprache mit der bauausführenden Firma sollen die Arbeiten nach aktuellem Stand bis zum 29. Mai 2026 beendet sein. Zugleich wurde mitgeteilt, dass der Umfang der Baumaßnahme beziehungsweise der Absperrungen bereits ab dem 13. Mai 2026 deutlich reduziert wurde. Als Grund für die weiteren Verzögerungen werden nun verschiedene Hindernisse im Erdreich genannt.

Die Nachfrage mit den Antworten 19/26041finden Sie hier unter INFORMATIONEN


Bemerkenswert ist der Vergleich beider Antworten. In der ersten Antwort hieß es noch, bei den Kontrollen seien keine Auffälligkeiten festgestellt worden. Eine Beschleunigung der Bauarbeiten der Berliner Wasserbetriebe sei dem Bezirksamt nicht möglich. In der neuen Antwort wird nun mitgeteilt, dass der Bauunternehmer vom Straßen- und Grünflächenamt um Stellungnahme gebeten wurde. Diese Stellungnahme habe dazu geführt, dass die Einschränkungen durch die Baumaßnahme reduziert wurden.

Das zeigt: Nachfragen sind kein Selbstzweck. Sie schaffen Transparenz, erhöhen den Erklärungsdruck und können dazu beitragen, dass Belastungen vor Ort noch einmal genauer überprüft und reduziert werden. Nicht jede notwendige Baustelle lässt sich dadurch sofort beenden. Aber Bürgerinnen und Bürger haben einen Anspruch darauf, dass Verzögerungen erklärt, Absperrungen auf das notwendige Maß begrenzt und Einschränkungen nicht einfach hingenommen werden.

Nach Angaben des Bezirksamtes wurde der Hausanschluss der Kita Ludwigshöheweg 18 am 18. Mai 2026 erfolgreich umgebunden. Als Nächstes sollen die Gräben verfüllt und anschließend die Oberfläche des Gehwegs wiederhergestellt werden. Spätestens mit Ende der Anordnung am 29. Mai 2026 müssen nach Auskunft des Bezirksamtes auch die Baustelleneinrichtungen entfernt werden.

Ich werde mir ansehen, ob dieser Termin nun tatsächlich eingehalten wird. Sollte die Baustelle danach weiterhin bestehen oder sollten weiterhin Sichtbehinderungen auftreten, werde ich erneut nachhaken. Gerade bei kleineren Baustellen in Wohngebieten gilt: Auch wenn eine Maßnahme technisch notwendig ist, müssen Dauer, Umfang und Absicherung für die Menschen vor Ort nachvollziehbar und zumutbar bleiben.